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Agentur für Arbeit würdigt Autohaus am Bungsberg mit Ausbildungszertifikat

25. August 2021 15:49

Chance für Jugendliche

Seit 2007 verleiht die Agentur für Arbeit Lübeck Ausbildungszertifikate und würdigt Unternehmen, die sich in Lübeck und Ostholstein für die Fachkräftesicherung stark machen. „Die ausgezeichneten Unternehmen schaffen es auch in dieser besonderen Zeit, Jugendlichen Chancen zu bieten und sie für eine Ausbildung zu begeistern“, erklärt Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck.

Mit der Berufsberatung arbeiten die Betriebe vertrauensvoll und konstruktiv auch bei jungen Menschen mit Startschwierigkeiten zusammen. Bei ihnen stehen Noten nicht an erster Stelle und sie investieren viel Zeit in die Nachwuchsförderung. Langzeitpraktika oder Förderunterricht sind für diese Unternehmen keine Fremdwörter. Sie arbeiten aktiv mit dem Arbeitgeber-Service zusammen, melden frühzeitig ihre Ausbildungsstellen und geben eine Rückmeldung über den Stand des Besetzungsverfahrens.

Eines der vier Unternehmen, das mit dem Ausbildungszertifikat ausgezeichnet wird, ist die Autohaus am Bungsberg GmbH & Co. KG mit Stammsitz in Oldenburg i.H. Niederlassungen gibt es auch in Eutin, Lübeck und Schwentinental. Das 1979 gegründete Familienunternehmen bildet seit 1982 Automobilkaufleute, Kfz-Mechatroniker*innen, Kaufleute für Büromanagement und Fachkräfte für Lagerlogistik aus. Unter den rund 120 Mitarbeitenden gibt es aktuell 21 Nachwuchskräfte.

Dem Fachkräftemangel entgegenwirken

„Eine gute Ausbildung ist das A und O, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und eigene Fachkräfte zu gewinnen. Wenn es für beide Seiten passt, übernehmen wir unsere Nachwuchskräfte nach der Ausbildung“, berichtet Birte Ganzer, Geschäftsführerin Finanzen. „Während der Corona-Einschränkungen mussten wir Mitarbeitende in Kurzarbeit schicken. Die Ausbildung haben wir dennoch aufrechterhalten. Da es keinen Präsenzunterricht in der Schule gab, konnten die Auszubildenden den vorgegebenen Unterrichtsstoff im Betrieb erarbeiten und am digitalen Unterricht teilnehmen – soweit es welchen gab. Insgesamt sind wir gestärkt aus der Coronakrise hervorgegangen. Gerade im zwischenmenschlichen Bereich ist unser Team stärker zusammengewachsen“, ergänzt sie.

Nicht in erster Linie auf Noten schauen

„Wir schauen bei den Bewerberinnen und Bewerbern nicht in erster Linie auf die Noten. Wir sind der Meinung, dass jeder eine Chance verdient hat. Wenn ein junger Mensch keine schulischen Bestleistungen erbracht hat, heißt es nicht, dass er praktisch nichts kann und untalentiert ist. Unsere Erfahrung hat uns gezeigt, dass ein vermeintlich schwacher junger Mensch mit der richtigen Unterstützung zu einem selbstbewussten, starken Auszubildenden reifen kann, aus dem sich eine professionelle Fachkraft entwickelt. Wichtig sind für uns Aufgeschlossenheit, Lernfreude und Lernbereitschaft, Engagement, soziale Kompetenz und Zielorientierung. Je nach Ausbildungsrichtung sollten technisches und kaufmännisches Interesse vorhanden sein sowie natürlich Interesse am Automobilhandel“, erklärt Geschäftsführer Jan Knoop. „Wir stellen zum Beispiel auch Auszubildende ein, die ihre Ausbildung bereits in einem anderen Betrieb begonnen haben, sich dort aber aus den verschiedensten Gründen nicht zurechtfinden. Ob das Verhältnis zwischen Ausbildungsbetrieb und Auszubildenden stimmt, merkt man manchmal erst nach einem gewissen Zeitraum. Das heißt nicht, das einer von beiden nicht gut genug ist, sondern es kann beispielsweise ein zwischenmenschliches Problem sein. Hier bietet die Einstiegsqualifizierung eine gute Möglichkeit sich gegenseitig kennenzulernen und zu erproben“, fügt er an.

Bewerbungen für 2022 können eingereicht werden

Diese Chance nutze auch Alexander Gräfe nach seinem Umzug aus Sachsen-Anhalt und startete im Mai 2021 mit der Einstiegsqualifizierung (EQ) im Eutiner Autohaus am Bungsberg. Der 18-Jährige konnte im Langzeitpraktikum mit seinem Interesse am Ausbildungsberuf und der sympathischen Art überzeugen. Zum 01. August wurde er in die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker übernommen.

Das Bewerbungsverfahren für 2021 ist abgeschlossen, doch für 2022 können Bewerbungen bereits eingereicht werden.

„Herzlichen Dank an die Autohaus am Bungsberg GmbH & Co. KG für Ihr Engagement. Eine Ausbildungsquote von 17,5 Prozent belegt eindrucksvoll, wie wichtig Ihnen die Gewinnung eigener Fachkräfte ist. Diese Quote liegt weit über dem Durchschnitt aller Betriebe im Kreis Ostholstein (5,5 Prozent), Land Schleswig-Holstein (5,5 Prozent) und Bundesgebiet (4,8 Prozent). Es freut mich auch sehr, dass Sie regelmäßig jungen Frauen den technischen Beruf nahebringen und Kfz-Mechatronikerinnen ausbilden“, so Dusch bei der Zertifikatsübergabe.

Pressetext, gekürzt: Agentur für Arbeit

Fotos:
1. Die Geschäftsführung Andreas und Birte Ganzer (v.r.) sowie Jan und Beate Knoop erhielten von Markus Dusch das Ausbildungszertifikat.
2. Gesellin Nicole Lips überprüft das von Azubi Alexander Gräfe montierte Rad.

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